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Ein Blick in die Backstube

Wie versprochen, hier nun meinen Bericht aus der Himmelsküche. Dieses Jahr bin ich etwas spät dran mit den Weihnachtsplätzchen, aber pünktlich zum 24. Dezember werden diese fertig sein. Für mich ist Backen meditativ und entspannend. Vielleicht werde ich in meinem nächsten Leben doch noch ein Café eröffnen, wer weiss.

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis sagt man, dass ich die besten Weihnachts-Chrömli weit und breit mache. Es gibt für das Gelingen der Weihnachtsbäckerei ein paar ziemlich einfache Tricks. Einige davon werde ich Euch heute verraten und als Bonus gibt's auch noch ein Rezept. Vorweg aber noch dies - entschuldigt, wenn ich etwas lästern muss: wenn fleissige Bäckerinnen jeweils erzählen, sie hätten 25 Sorten (oder so) Weihnachtsplätzchen gebacken, dann bin ich immer eher etwas skeptisch. 10 Arten aus demselben Teig in verschiedenen Formen und mit verschiedenen Verzierungen sind für mich nicht 10 Sorten - sorry meine Lieben. Das wäre dann ein Sorte. Und überhaupt - es kommt gar nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an !

 

Trick #1: der Teig

Was für mich gar nicht in Frage kommt, ist ein Fertigteig. Der Teig muss unbedingt selber aus frischen Zutaten hergestellt sein - ist ja auch keine Hexerei. Eine grosse Hilfe dabei ist die Küchenmaschine, welche die Zutaten wunderbar mischen kann. Nur das finale Zusammenfügen zu einem geschmeidigen Teig mache ich jeweils von Hand.

 

Trick #2: die Dicke des Teigs

In vielen Rezepten steht "dünn auswallen". Nichts da - bei richtig leckeren Guetzli muss der Teig dick ausgewallt werden, sonst werden diese trocken und hart. Gute Plätzchen sind soft und zergehen auf der Zunge. Den Mailänderli-Teig zum Beispiel walle ich 1 cm dick aus - so werden diese herrlich mürbe und weich.

 

Trick #3: die Backzeit

Ich kürze die Backzeit gegenüber dem Rezept immer. Und wenn da steht "goldgelb" backen, dann könnte man auch steinhart backen sagen und das geht gar nicht. Vornehm blass müssen die Chrömli sein, weil sie sonst trocken und hart werden. Und wer will schon trockene, harte Plätzchen ? Also wenn da zum Beispiel steht "15 Minuten" backen, dann kürze ich das schon mal auf 11 Minuten. Da muss man halt auch etwas ausprobieren und immer mal wieder einen Blick in den Ofen werfen.

Und dann - last but not least - müssen die Plätzchen auch noch schön sein, denn das Auge isst ja mit!

Und hier nun noch das versprochene Mailänderli-Rezept

500 g Mehl

250 g Butter

250 g Zucker

6 Eigelb

1/2 Zitrone (Schale abgerieben)

1 Prise Salz

 

Alles zu einem geschmeidigen Teig zusammenfügen.

Auswallen (1 cm dick) und verschiedene Formen ausstechen.

Mit Eigelb bestreichen

Backen: 180° Grad / unterste Rille / 11 Minuten

So werden die Mailänderli wunderbar weich und mürbe.

 

Variante: ohne Eigelb backen und anschliessend mit einem Zuckerguss versehen - besonders lecker Puderzucker und frisch gepresster Orangensaft.

Nun wünsche ich gutes Gelingen.

Eine wunderschöne Weihnachtszeit und herzliche Grüsse

Isabelle

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Kommentare: 2
  • #1

    Papa (Sonntag, 19 Dezember 2021 11:15)

    Liebe Isabelle,
    sehr schön gemacht und gute Bilder, auch sprachlich gut formuliert. Die drei Tricks treffen den Nagel auf den Kopf! Im zweiten Abschnitt hast Du allerdings zweimal bei Weinachten den t vergessen.
    Liebe Grüsse
    von Papa

  • #2

    Laura (Mittwoch, 22 Dezember 2021 07:46)

    Liebe Isabelle,
    danke für das Rezept der Mailänderli! Es ist nicht identisch zu jenem aus dem Tiptopf, welches ich immer verwendet habe. Habe es ausprobiert und sie sind himmlisch lecker geworden!
    Hebs guet - Liebe Grüsse Laura